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Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

Unsere Gesellschaft ist seit vielen Jahren von zunehmenden Spannungen geprägt. Diese Entwicklung begann nicht erst mit der Corona-Pandemie, sondern zeichnete sich bereits zuvor ab. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig zu sichern, ist es wichtig, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die das Miteinander und die demokratische Ordnung gefährden können.

Dabei ist zu beobachten, dass sich einzelne Gruppen zunehmend von der gesellschaftlichen Mitte abgrenzen und geschlossene Milieus bilden. Dazu zählen beispielsweise verschwörungsideologische Strömungen, extremistische politische Gruppierungen oder religiös motivierte Radikalisierungen. Solche Entwicklungen können den gesellschaftlichen Zusammenhalt beeinträchtigen, insbesondere wenn sie demokratische Grundwerte ablehnen oder die Ausgrenzung anderer fördern.


Freiheit und Verantwortung

Ein zentrales Leitprinzip sollte lauten:

„Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit eines anderen eingeschränkt wird.“

Dieser Grundsatz verdeutlicht, dass Freiheit stets mit Verantwortung verbunden ist und die Rechte aller Menschen gleichermaßen geschützt werden müssen.

Demokratie und Wertebildung

Kindern und Jugendlichen sollte früh vermittelt werden, dass gegenseitiger Respekt, Toleranz und die Achtung der Menschenwürde die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens bilden. Jeder Mensch verdient unabhängig von Religion, Herkunft oder Weltanschauung Respekt und gleiche Rechte.


Gleichzeitig muss demokratiefeindlichen und extremistischen Bestrebungen –unabhängig davon, ob sie politisch oder religiös motiviert sind - mit den Mitteln des Rechtsstaates konsequent entgegengetreten werden.

Verantwortung von Vereinen und Organisationen

Vereine und Organisationen leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und tragen daher eine besondere Verantwortung. Ihre Finanzierung sollte transparent gestaltet sein. Ausländische Finanzierungen oder Spenden könnten einer erweiterten Offenlegungspflicht unterliegen, um mögliche Einflussnahmen nachvollziehbar zu machen.

Religiöse Vereinigungen sollten ihrem eigentlichen Zweck dienen und nicht für parteipolitische oder extremistische Ziele instrumentalisiert werden.

Darüber hinaus sollten alle Vereine und Organisationen die Grundwerte der österreichischen Demokratie sowie die Prinzipien des Rechtsstaates achten und einhalten. Eine kritische Auseinandersetzung mit politischen Entscheidungen bleibt selbstverständlich Bestandteil einer lebendigen Demokratie, solange sie sich im Rahmen der Verfassung und der geltenden Gesetze bewegt.


Früherkennung und rechtsstaatliches Handeln

Wer Anhaltspunkte für eine mögliche Radikalisierung oder verfassungsfeindliche Bestrebungen erkennt, sollte diese den zuständigen Behörden – insbesondere der Polizei oder den zuständigen Sicherheitsbehörden melden. So können mögliche Gefahren frühzeitig geprüft und, sofern erforderlich, rechtsstaatliche Maßnahmen eingeleitet werden.

Wir freuen uns über euer Feedback!

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